Was ist Divertikulitis und was ist eine Divertikelkrankheit?
Eine Divertikulitis ist eine Entzündung von Ausstülpungen an der Darmwand, den Divertikeln. Was passiert bei einer Divertikulitis? Muss eine Divertikulitis im Krankenhaus behandelt werden? Kann eine Divertikulitis geheilt werden?
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Was ist eine Divertikulitis?
Bei einer Divertikulitis sind Ausstülpungen in der Darmwand, die sogenannten Divertikel entzündet. Divertikel haben normalerweise keinen Krankheitswert und müssen nicht behandelt werden. Anders verhält es sich, wenn Sie entzündet sind, oder sich wiederholt entzünden. Hier sollte eine langfristige anti-entzündliche Therapie ansetzen.
Was ist eine Divertikulose?
Sind mehrere Divertikel in einem Darmabschnitt vorhanden, spricht man von einer Divertikulose.
Divertikel werden meist als Zufallsbefund diagnostiziert. Im Prinzip sind sie harmlos und verursachen keine Beschwerden – solange sie sich nicht entzünden oder bluten.
Die Divertikulitis kann in allen Abschnitten des Dickdarm auftreten. Meist entsteht sie im letzten Teil des Dickdarms, dem Sigma.In diesem etwa 40 bis 45 Zentimeter langen Teil ist der Druck des Stuhls auf die Darmwand erhöht. Dadurch kann die Entstehung von Divertikeln begünstigt sein.
Welche Symptome habe ich bei einer Divertikulitis?
Die Symptome können variieren abhängig vom Grad der Entzündung der Divertikel.
- Divertikulose: Bei einer reinen Divertikulose sind zwar Ausstülpungen vorhanden, diese verursachen aber keine Symptome
- Divertikelkrankheit: von der Divertikelkrankheit spricht man, wenn die Divertikel Beschwerden oder Komplikationen verursachen. Erste Anzeichen sind häufig Schmerzen im Unterbauch. Außerdem können Blähungen, Blut im Stuhl, Durchfall oder Verstopfungen auftreten. Die Schmerzen können sich nach dem Stuhlgang bessern.
- Divertikulitis: Sind die Divertikel entzündet, kommt es zu plötzlichen Schmerzen im Unterbauch. Auch Fieber, erhöhte Temperatur und Übelkeit können auftreten. Es kann zu Eiter, Schleim oder Blut im Stuhl kommen. Die Symptome können denen einer Blinddarmentzündung ähneln – allerdings auf der linken Unterbauchseite und nicht auf der rechten, wo der Blinddarm liegt.
Welche ärztliche Therapie gibt es bei Divertikulitis?
Für die Therapie ist der Schweregrad der Divertikulitis entscheidend. Die Schuldmedizin unterscheidet 4 Schweregrade:
- Stadium 0: Divertikulose ohne Beschwerden
- Stadium I: akute, unkomplizierte, auf die Darmwand beschränkte Divertikulitis
- Stadium II: akute, komplizierte Divertikulitis (mit den Stufen a bis c), die unterschiedlich weit über die Darmwand ausgebreitet ist (Stadium IIc ist beispielsweise eine Perforation, bei der der Darm nach außen durchgebrochen ist – ein Notfall!)
- Stadium III: chronisch wiederkehrende Divertikulitis – die Krankheit verläuft in Schüben
Bei leichteren Verläufen kommen häufig Antibiotika zum Einsatz, um schwerere Komplikationen zu vermeiden. Bei anhaltenden Beschwerden oder Komplikationen ist eine Behandlung im Krankenhaus notwendig.
Schwere Komplikationen wie ein Darmverschluss oder ein Loch im Darm durch eine schwere Entzündung erfordern eine Notoperation.
Wie faste ich richtig, um meine Entzündungswerte zu senken?
Die Fastendauer beim Buchinger Fasten liegt zwischen 6 und 21 Tagen. Wie lange Du, als Crohn oder Colitis Patient(in) fasten solltest, ist abhängig von Deinem Allgemeinzustand und der aktuellen Krankheitssituation.
Generell wird empfohlen, nicht länger als 10 Tage in Eigenregie zu fasten. Längere Fastendauern sollten nur im Klinikumfeld unter medizinischer Überwachung bestimmter Blut- und Vitalwerte stattfinden.
Als Crohn und Colitis Patient solltest Du nicht alleine fasten. Es ist aber durchaus möglich, dass Du zuhause unter fachkundiger Betreuung z.B. durch eine ausgebildete Fastenleiterin fastest. Alternativ gibt es auch Fastenkuren in speziellen Fastenkliniken oder als Fastenkurs mit ausgebildeter Fastenleitung in einem Erholungsort.
Fasten kann helfen, Entzündungswerte bei Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn zu verringern.
Fasten wirkt entzündungshemmend
Chronische Entzündungen inklusive Autoimmunerkrankungen profitieren bekanntlich von antiinflammatorischen Therapiemethoden. Da Fasten nachgewiesenermaßen antientzündlich wirkt, kann es bei einer großen Palette von Beschwerden spür- und messbare Effekte zeigen. Beispiele dafür sind:
• Chronische Nasennebenhöhlenentzündungen, die oft eine nicht
erkannte allergische Komponente beinhalten, reagieren beim Fasten rasch durch Abschwellen der Schleimhäute. Betroffenen fällt sofort auf, wie frei plötzlich die Nase ist und wie leicht man wieder atmen kann.
• Entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa bessern sich rasch durch Nahrungsentzug, was sich oft schon nach einigen Tagen durch nachlassende Bauchschmerzen und sinkende Entzündungswerte im Blut (z. B. CRP- Wert) bemerkbar macht.
• Bei der Rheumatoiden Arthritis kennt man die positive Fastenwirkung aus der Erfahrung schon seit Jahrzehnten. Anfang der 1990er-Jahre wurde diese Erfahrung erstmals durch eine norwegische Studie von Kjelsen-Kragh et al. bestätigt: Wer fastet und anschließend auf eine vegetarisch-vegane Kost überleitet, mindert nicht nur die klinischen Symptome, sondern reduziert auch den Verbrauch von NSAR.
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Darf jeder mit Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn fasten?
Fasten kann, wenn es richtig durchgeführt wird, Betroffenen von Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn helfen, ihre Entzündungswerte und ihre Symptome zu reduzieren. Allerdings ist das Fasten nicht für jeden Patienten geeignet. Für den Körper stellt das Fasten eine Stresssituation dar. Bei Colitis und Crohn Patienten kann durch anhaltende oder häufige Schübe der Körper schon per se in einem Dauer-Stress Zustand sein.
Ob Fasten im individuellen Fall das Richtige ist, sollte immer mit einem erfahrenen Therapeuten abgeklärt werden. Eine Rolle spielen dabei der aktuelle Ernährungszustand, die Anzahl und Schwere der vorangegangenen Schübe sowie der Allgemeinzustand des Patienten. Es ist daher ratsam, sich vor der Entscheidung zu Fasten mit einem Fastenarzt oder ausgebildetem Fastenleiter abzustimmen.
Fastenärzte gibt es in Deutschland nur sehr wenige, die meisten davon in den großen Fastenkliniken zum Beispiel in der Buchinger Klinik am Bodensee. Ausgebildete Fastenleiter finden sich mittlerweile überall in Deutschland, allerdings ist es unwahrscheinlich, dass diese sich mit Chronisch Entzündlichen Darmerkrankungen auskennen.
Ich selbst bin Heilpraktikerin, Fastenleiterin und bekam vor mehr als 20 Jahren die Diagnose Colitis Ulcerosa. Gern helfe ich Dir dabei einzuschätzen, ob Fasten für Dich geeignet ist. Vereinbare einfach ein kostenloses Infotelefonat über meine Webseite.
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